Kartoffelsuppe / Blutwurst / Petersilie

by Micha Schäfer
Man nehme für 2 Personen:

300g Red Fantasy Kartoffeln, geschält (alternativ eine andere vorwiegend festkochende Sorte)
60 ml Weißwein
15 ml Apfelessig
30 g Butter
1 El Rauchbutter
Salz
1/2 Blutwurst in dünnen Scheiben
30 g Petersilie gehackt

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, gegebenenfalls vierteln, mit Wasser bedecken und salzen. Bedecken Sie die Kartoffeln wirklich nur ganz leicht, sodass sie fast aus dem Wasser herausschauen und übertreiben Sie es nicht mit dem Salz. Jetzt kommt ein Deckel auf den Topf. (Wenn Sie keinen Deckel haben, besorgen Sie sich gefälligst einen!! Ein Kochtopf mit Deckel verbraucht durchschnittlich ein Viertel weniger Energie und kocht zudem auch schneller, denken Sie bitte an meinen Planeten, notfalls können Sie auch mit einem Teller oder einer Pfanne die auf den Topf passt improvisieren.)

Während die Kartoffeln vor sich hin kochen, kann man schon mal die Petersilie waschen, trocknen und fein hacken. Wir im Nobelhart benutzen auch immer die Stängel der Petersilie, die schmecken nämlich genauso nach Petersilie und dünn geschnitten bringen sie einen leichten Knack mit ins Spiel.

Wenn Sie halbwegs gekonnt mit dem Messer umgehen, bleibt Ihnen auch noch Zeit, die Blutwurst gegebenenfalls aus dem Darm zu lösen und in dünne Scheiben zu schneiden, bevor die Kartoffeln gar sind.

Sind die Kartoffeln weich, geben wir die restlichen Zutaten hinzu, heißt den Wein, die geräucherte Butter, den Apfelessig, normale Butter und, wenn nötig, noch etwas Salz.

Jetzt wird das Ganze mit dem Pürierstab gemixt, bis sich eine cremige Konsistenz abzeichnet.

Anrichten

Zum Anrichten wird die Blutwurst in einen tiefen Teller gegeben – so 3-5 Scheiben je nach Größe. Darauf kommt die Petersilie. Die heiße Suppe am Tisch mithilfe einer Kelle eingießen.

Mahlzeit!!

Micha Schäfer
Micha Schäfer, Küchenchef im Nobelhart & Schmutzig, hat keine Lust auf Wiederholungen. Nach kurzer Station in der Küche des Gießener Hotels „Tandreas“ entschied er sich gegen die Uni und für die Küche. Er begann seine Ausbildung zum Koch und fand danach einen Job in einem der spannendsten Restaurants Deutschlands, inspiriert durch seinen Küchenchef Matthias Schmidt in der Villa Merton in Frankfurt wurde er dank seiner Leistung schnell in die Entwicklung neuer Gerichte mit einbezogen. Dabei bekam er eine neue Sicht auf die Produkte, die unentdeckt vor unser aller Haustür wachsen und die als Ressource bislang unbeachtet blieben. Das bestärkte Micha, sich heimischen Lebensmitteln zuzuwenden. So folgte er Billy Wagners Ruf, im „Nobelhart & Schmutzig“ zu kochen, ohne mit der Wimper zu zucken, denn die Idee einer regionalen Küche schien für Berlin mehr als überfällig. Sein Küchenstil wird als die „Konzentration und Reduktion auf wenige und hervorragende Zutaten auf dem Teller“ beschrieben.