Sauerkraut / Blutwurst / Johannisbeerstrauchöl

by Ursula Heinzelmann
Man nehme für 2 Personen:

 

Für den Teig:
150g Mehl
1 Prise Salz
80ml lauwarmes Wasser
2 El Johannisbeerstrauchöl

Für die Füllung:
20g Butter
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
schwarzer Pfeffer
5 Wacholderbeeren, angequetscht
1 Lorbeerblatt
250g rohes Sauerkraut, ausgedrückt
25ml trockener Weisswein
Salz

 

15g Butter, zerlassen
1 Ei Semmelbrösel
100g Blutwurst

Mehl, Salz, Wasser und Johannisbeerstrauchöl zu einem glatten, weichen Teig rühren, beziehungsweise kneten. Mit Öl einreiben, mit Folie abdecken und 30min bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Zwiebelwürfel in Butter glasig dünsten, Gewürze kurz mitgaren, dann das Sauerkraut dazugeben, den Wein angießen und 10 Minuten köcheln, zum Schluß sollte das Kraut ziemlich trocken sein. Salzen und abkühlen lassen.

Ein Küchentuch ausbreiten und mit Mehl bestäuben. Den Teig darauf zuerst ausrollen, dann mit mehlierten Händen ausziehen, bis die Ränder über das Tuch hinausragen. Mit Butter bepinseln und den Semmelbrösel bestreuen. Das Sauerkraut am Rand einer langen Seite verteilen. Die Blutwurst häuten und waagerecht halbieren, auf dem Sauerkraut aufreihen. Die dicken, überstehenden Teigränder abschneiden (kann man sehr schön mitbacken und als Cracker essen!) und den Teig mithilfe des Tuchs über und um die Füllung zum Strudel und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech rollen. Die Enden einschlagen, den Strudel mit Butter bepinseln und im vorgeheizten Ofen bei 180°C 20-25 Minuten goldbraun backen. In Portionsstücke schneiden – gerne mit leicht erwärmter Zwiebelmarmelade oder Senfsauce servieren. Und Traminer!

Ursula Heinzelmann
Ursula Heinzelmann ist durch und durch Berlinerin. Sie hat sich das Kochen und die Sommellerie professionell erarbeitet, inklusive einem eigenen Hotel und Restaurant am Bodensee. Danach kehrte sie nach Berlin zurück und baute einen französischen Wein- und Käseladen auf. Seit 2001 arbeitet sie als freiberufliche Journalistin und Autorin zu den Themen Essen und Trinken für verschiedenste Publikationen in Deutschland, Großbritannien und den USA. Wie auch in ihren Büchern und auf ihrem Blog Heinzelcheese (der Käse hat sich zu einem zentralen Thema entwickelt) geht es ihr dabei nicht um Hochgestochenes für seltene Ausnahmemomente, sondern größtmögliche Qualität und das Vergnügen daran im Alltag.