Bild zu unserem Polenta-Rezept mit Spitzpaprika und Zucchini. Das komplette Rezept finden Sie unserem Hausgemachtes Online Shop!

Spitzpaprika / Zucchini / Polenta

by Ann-Sophie Raemisch
Man nehme für 2 Personen:

1 Spitzpaprika
1 Zucchini
150 g Polenta
100 ml Weißwein
100 ml Buttermilch
3 EL Butter
1 Eigelb
100 g Pecorino
Saft einer Zitrone
Valentini Olivenöl
Oregano
Pfeffer
Salz

Polenta – manche liebens, manche hassen es – liegt wahrscheinlich daran, dass kaum einer das Zeug vernünftig kochen kann. Falls Sie geschmacklich wirklich aufs Ganze gehen wollen, gießen Sie mit Hühnerfond auf, statt mit Wasser – da aber nicht jeder immer Geflügelfond zuhause rumfliegen hat, haben wir uns bei diesem Rezept extra bemüht, dass seine Abstinenz im fertigen Gericht weder vermisst noch bemerkt wird. Wem diese cremig sämige Variante nicht schmeckt, dem ist an der Polenta-Front nicht mehr zu helfen.

Des weiteren lebt dieses Rezept von der eleganten Note wirklich guten Olivenöls. Probieren Sie unbedingt mal das Olivenöl von Valentini. Das hat ganz schön Zug, so, wie die Italiener das eben mögen. Der charakterstarke Geschmack sorgt dafür, dass das Öl dem Gericht nicht nur Fett gibt, sondern tatsächlich als eigene Geschmackskomponente durchkommt. Sehr spannend und mit dem Zeugs aus dem Supermarkt nicht mal entfernt verwandt!

Einen Esslöffel Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze aufschäumen lassen, die Polenta dazugeben. Nun für circa eine Minute den Maisgrieß in der Butter leicht anschwitzen, dann kann direkt mit Weißwein abgelöscht werden. Ist die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen, wandert nun die Buttermilch mit in den Topf, und Sie können relativ großzügig mit Wasser auffüllen. Das angeratene Verhältnis für Polenta zu Wasser liegt bei 1:4. Wollen Sie lieber lernen, wann der Mais tatsächlich gesättigt ist, wie Sie die Konsistenz cremig und nicht zu fest hinbekommen (ähnlich wie ein Risotto sollte eine Polenta eher auf der flüssigeren Seite sein), messen sie mal nix ab, sondern geben einfach Wasser dazu, bis es Ihnen richtig erscheint. 

Salzen Sie die Polenta. Es ist wichtig, immer wieder zu rühren, damit Ihnen nichts anbrennt. Sobald ihr Gericht von einer flüssigen in eine cremige Konsistenz übergeht, probieren Sie, ob die Grießkörner noch zu fest sind, dann müssen Sie noch einmal Flüssigkeit dazugeben. Jetzt wandern auch die letzten drei Esslöffel Butter mit in den Topf. Schalten Sie den Herd aus und stellen Sie den Topf beiseite.
Eine Pfanne ohne Fett vorheizen, wir wollen ordentlich Hitze. Die Zucchini und Paprika in dünne Scheiben hobeln oder scheinen und in die extrem heiße Pfanne geben. Nicht viel bewegen, das Gemüse soll Farbe bekommen, so, wie Antipasti-Gemüse. In eine Schüssel geben, mit Zitronensaft und dem Olivenöl sowie Salz marinieren. 

Reiben Sie den Käse. Wenden wir uns wieder der Polenta zu – die sollte jetzt nicht mehr kochend heiß sein, schmecken Sie mit Zitronensaft, Salz und Olivenöl ab. Den geriebenen Käse einrühren und nun das Eigelb in das warme Gericht gleiten lassen. Wichtig: unbedingt gut umrühren! Sonst hat man sich nur gerade alles mit Rührei versaut. Die Konsistenz sollte jetzt extrem cremig sein. 

Geben Sie etwas Polenta in halbtiefe Servierschalen und verteilen Sie darauf das marinierte Gemüse. Darüber lassen Sie jetzt noch den Oregano regnen, hauen ein paar ordentliche Umdrehungen Pfeffer drauf, und ganz zum Schluss noch einen Schluck Olivenöl. Sofort servieren. 

Ann-Sophie Raemisch
Ann-Sophie Raemisch ist gelernte Köchin und teilt die Werte des Nobelhart & Schmutzig im Bezug auf Lebensmittel, Produzentennähe und Essen als großes Ganzes. Die letzten zwei Jahre verbrachte sie als Sous Chefin im Kin Dee in Berlin und vertreibt sich jetzt freischaffend in diversen Gebieten, die mit Kochen und Gastronomie zu tun haben. Micha Schäfer sagt: „Ann-Sophie lebt die Qualitätsstandards mit denen wir kochen, hat aber ihre eigene Handschrift und ist eine Person, die etwas zu sagen hat.”