Verjustarte

by Ann-Sophie Raemisch
Man nehme:
Zwei Gläser Verjuscurd (eins reicht auch)
100 g Dinkelmehl Vollkorn
100 g Weizenmehl
65 g Zucker
130 g Butter (plus circa 50 g extra)
Die einfachste Tarte aller Zeiten – vermengen Sie Butter, Zucker und Mehl zu einem glatten Mürbeteig, Achtung: es kursieren viele Hinweise für Mürbeteig im Internet, die vielen oft Angst machen und ja, es kann auch was schiefgehen. Aber eigentlich gibt es nur zwei Dinge, auf die man achten sollte: Die Butter sollte kalt sein und man darf nur so lange kneten, bis alles vermengt ist. Denn knetet man zu viel, wird die Butter zu warm und damit zu flüssig. Heißt: der Teig zerläuft, statt irgendwie formbar zu sein.
Für den Mürbeteig die Mehle und den Zucker mit einer Prise Salz in einer Schüssel mischen, die Butter in Würfel schneiden und alle Zutaten zügig zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in ein Wachstuch einwickeln oder in einem geschlossenen Container platzieren und für circa eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen, den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen – hierbei müssen Sie nicht so vorsichtig sein wie normalerweise, da wir den Teig einfach nur zu einer dünnen Platte ausrollen, die später zerkrümelt und mit etwas Butter vermengt in eine Tarteform gedrückt wird. Backen, bis die Teigware schon recht dunkel ist, wir setzen so der Süße der Verjus-Creme etwas Herzhafigkeit und Röstaroma entgegen. Auskühlen lassen, zerkrümeln und mit ungefähr 50 g Butter vermengen. Fest in eine Tarteform drücken, am besten 30 Minuten im Kühlschrank runterkühlen, dann lässt sich die Creme einfacher verteilen. Selbige ordentlich umrühren und dann auf dem Tarteboden verteilen. Wer richtig Eindruck schinden möchte, bedeckt die Karte noch mit selbst kandierten Pfeffer-Zitronen-Scheiben oder Gewürzorangen – Suchtgefahr!
Ann-Sophie Raemisch
Ann-Sophie Raemisch ist gelernte Köchin und teilt die Werte des Nobelhart & Schmutzig im Bezug auf Lebensmittel, Produzentennähe und Essen als großes Ganzes. Die letzten zwei Jahre verbrachte sie als Sous Chefin im Kin Dee in Berlin und vertreibt sich jetzt freischaffend in diversen Gebieten, die mit Kochen und Gastronomie zu tun haben. Micha Schäfer sagt: „Ann-Sophie lebt die Qualitätsstandards mit denen wir kochen, hat aber ihre eigene Handschrift und ist eine Person, die etwas zu sagen hat.”