Französische Zwiebelsuppe

von Ann-Sophie Raemisch
Man nehme für 2 Personen:

500 g weiße Zwiebeln
100 g Butter
100 ml Buttermilch
200 ml trockenen Weißwein
1 l Hühnerfond
100 g junger Comté, gerieben
Verjus
Salz
Butter
Thymian
Zwei Scheiben Brot

Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden, dann langsam in nicht zu heißer Butter anschwitzen. Dabei darauf achten, dass die Zwiebeln langsam Farbe bekommen und ungefähre 15-20 Minuten vor sich hin glasieren, bevor Sie die erste Fuhre Weißwein draufkippen. Die Buttermilch dazugeben und einreduzieren lassen, sodass die festen Bestandteile karamellisieren. 

Den Topf mit einem Drittel des Weißweins ablöschen und bei mittlerer Hitze die komplette Flüssigkeit verkochen lassen – nun sollte und darf sich am Topfboden langsam eine dünne braune Schicht (aus karamellisiertem Zucker der Zwiebeln, der Buttermilch und des Weins) bilden. Durch rühren mit einem Löffel können Sie diese immer wieder leicht lösen, bevor Sie das nächste Mal mit Wein deglacieren.

Den Vorgang des Ablöschens dreimal wiederholen. Die Zwiebeln sollten nun weich, karamellbraun und süß sein. Entnehmen Sie ein Drittel der Zwiebeln und stellen Sie sie beiseite.
Den Topf mit Hühnerfond (wie man einen kocht, erfahren Sie hier) auffüllen, salzen und auf bei sanfter Hitze auf circa die Hälfte einreduzieren lassen. Es geht natürlich auch ein Zwiebelfond oder eine simple Gemüsebrühe, wenn Sie eine vegetarische Variante bevorzugen oder nunmal gerade keinen Hühnerfond rumfliegen haben. 

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Das Brot in Milchfett von beiden Seiten goldbraun anbraten.
Nun die Zwiebelsuppe mit Verjus, Salz und Butter abschmecken, die beiseite gestellten Zwiebeln dazugeben (für etwas Textur) und in zwei Tassen oder Teller füllen, die den Backofen überleben. Den Thymian darauf streuen, die Suppe mit den Brotscheiben bedecken und großzügig mit dem geriebenen Käse bestreuen. Im Backofen gratinieren und sofort servieren – Achtung, wahnsinnig heiß!

Ann-Sophie Raemisch
Ann-Sophie Raemisch ist gelernte Köchin und teilt die Werte des Nobelhart & Schmutzig im Bezug auf Lebensmittel, Produzent*innennähe und Essen als großes Ganzes. Die letzten zwei Jahre verbrachte sie als Sous Chefin im Kin Dee in Berlin und vertreibt sich jetzt freischaffend in diversen Gebieten, die mit Kochen und Gastronomie zu tun haben. Micha Schäfer sagt: „Ann-Sophie lebt die Qualitätsstandards mit denen wir kochen, hat aber ihre eigene Handschrift und ist eine Person, die etwas zu sagen hat.”