Kichererbse / Tomate / Aubergine

von Ann-Sophie Raemisch
Man nehme für 2 Personen:

150 g Kichererbsen
1 Aubergine
500 g Tomaten
4 EL Milchfett
Zitronensaft
Piment d’Espelette
Salz
Olivenöl
Kräuter (zum Beispiel Basilikum, Petersilie, Zitronenverbene oder -melisse)

Schonmal richtig gute Kichererbsen probiert? Emidio Pepes wachsen auf einem vielfältigen Terrain, das ständig von den sanften Brisen des adriatischen Meeres gestreichelt wird. Dabei zeichnet sich die Sorte “Sultan” durch eine dünne Schale und eine kleine Größe aus. Ihre Bedeutung im Ökosystem des Bauernhofes ist allerdings alles andere als klein. Der Anbau von Kichererbsen bindet Stickstoff im Boden und macht ihn verfügbar für Ernten der kommenden Jahre. Der Reichtum an Nährstoffen in diesen verantwortungsvoll gepflegten Böden sorgt für Kichererbsen mit einem hohen Nährwert und delikatem Geschmack.
Die Kichererbsen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen.
Am nächsten Tag das Wasser wechseln, salzen und kochen, bis sie gar sind. Das dauert bei Kichererbsen gut und gerne mal eine Stunde.  

Die Tomaten halbieren und mit 2 Esslöffeln Milchfett in einem Topf anschwitzen, unter ständigem Rühren und unter eventueller Zugabe von Wasser einkochen, bis die Tomaten quasi komplett aufgelöst sind und der Geschmack dicht und konzentriert ist. Salzen und mit Zitrone und Olivenöl abschmecken.

Die Aubergine halbieren, kräftig salzen und für zwanzig Minuten beiseite stellen, das Salz entzieht der Aubergine etwas Wasser. Abspülen und trocken tupfen, in grobe Würfel schneiden und im restlichen Milchfett in einer ziemlich heißen Pfanne dunkel goldbraun braten.

Nun kommt alles zusammen. Die Kichererbsen und Auberginenwürfel in der Tomatensauce aufkochen, alles mit Olivenöl, Zitrone und Salz abschmecken. Die Kräuter zupfen, mischen und ebenfalls ganz leicht in Olivenöl und Zitronensaft marinieren. 

Das warme Gericht in eine halbtiefe Schale füllen, mit einer großen Prise Espelette bestreuen und die Kräuter darüber verteilen, jetzt natürlich noch die obligatorischen ein, zwei Esslöffel Olivenöl darüber laufen lassen, und fertig!

Ann-Sophie Raemisch
Ann-Sophie Raemisch ist gelernte Köchin und teilt die Werte des Nobelhart & Schmutzig im Bezug auf Lebensmittel, Produzent*innennähe und Essen als großes Ganzes. Die letzten zwei Jahre verbrachte sie als Sous Chefin im Kin Dee in Berlin und vertreibt sich jetzt freischaffend in diversen Gebieten, die mit Kochen und Gastronomie zu tun haben. Micha Schäfer sagt: „Ann-Sophie lebt die Qualitätsstandards mit denen wir kochen, hat aber ihre eigene Handschrift und ist eine Person, die etwas zu sagen hat.”