Schmalzteig / Kirsche / Pfeffer

von Ursula Heinzelmann
Man nehme für 2 Personen:

Für die Füllung:

200g getrocknete Kirschen

150ml trockener Rotwein

1 Tl fermentierter Kampot-Pfeffer, im Mörser grob zerstoßen

 

Für den Teig:

200g Mehl
½ Tl Backpulver
50g Griebenschmalz
70-75ml Wasser

Zum Bestreichen:

1 Ei
1 EL Wasser

Für die Füllung die Kirschen mit Wein und Pfeffer über Nacht einweichen, am nächsten Tag einmal aufkochen und wieder abkühlen lassen.
Für den Teig Mehl und Backpulver in einer Schüssel mischen. Das kalte Schmalz in kleinen Stücken mit einem Löffel darauf verteilen und mit den Fingerspitzen schnell mit dem Mehl verreiben, sodass Brösel entstehen. Das Wasser zugeben und alles schnell zu einem Teig mehr drücken als kneten. In Klarsichtfolie wickeln und eine Stunde oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa drei Millimeter dünn ausrollen, mit einem Glas oder ähnlichem zehn Kreise von 12 cm Durchmesser ausstechen. Das Ei in einer kleinen Schüssel mit dem Wasser verquirlen. Die Kirschen auf den Kreisen mittig verteilen, die Teigränder mit Ei bestreichen und den Teig zusammenklappen, so daß halbmondförmige Taschen entstehen. Die Ränder mit den Zinken einer Gabel fest zusammendrücken, die Teigtaschen mit Ei bestreichen und zweimal mit der Gabel einstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 30 Minuten goldbraun backen. Schmecken am besten lauwarm mit Portwein.

 

Ursula Heinzelmann
Ursula Heinzelmann ist durch und durch Berlinerin. Sie hat sich das Kochen und die Sommellerie professionell erarbeitet, inklusive einem eigenen Hotel und Restaurant am Bodensee. Danach kehrte sie nach Berlin zurück und baute einen französischen Wein- und Käseladen auf. Seit 2001 arbeitet sie als freiberufliche Journalistin und Autorin zu den Themen Essen und Trinken für verschiedenste Publikationen in Deutschland, Großbritannien und den USA. Wie auch in ihren Büchern und auf ihrem Blog Heinzelcheese (der Käse hat sich zu einem zentralen Thema entwickelt) geht es ihr dabei nicht um Hochgestochenes für seltene Ausnahmemomente, sondern größtmögliche Qualität und das Vergnügen daran im Alltag.