Tomate / Portulak / Fenchelöl

von Ann-Sophie Raemisch
Man nehme für 2 Personen:

500 g gemischte Tomaten (verschiedene Größen und vor allem auch Farben, wenn möglich)
500 g Portulak
Fenchelöl
Saft von zwei Zitronen
3-5 Stück langer roter Pfeffer
Salz

Ein Salat, der zu so ziemlich allem schmeckt. Sollten Sie Ihn als einen Hauptgang servieren und nicht auf Kohlenhydrate verzichten wollen, empfehlen wir, ein paar Croutons aus gutem Brot zu schneiden, in Butter goldbraun anzubraten und unter den Salat zu heben – schon hat man eine Art Panzanella. 

Das mit den Tomaten ist ja so eine Sache – denn wirklich gute sind echt schwer zu kriegen. Wenn Sie zu den glücklichen gehören, die einen Garten besitzen, sammeln Sie zusammen, was Sie finden.

Wir bekommen Tomaten von Jens Wylegalla und Jule Winkler aus Ahrensdorf, Grete Peschken (befragen Sie mal das Internet, Grete kommt auch einmal die Woche nach Berlin auf den Markt!) oder ansonsten empfiehlt sich immer auch, sich in der Markthalle Neun oder auf einem der diversen Märkte in Berlin umzuschauen. Probieren Sie die Tomaten unbedingt, bevor Sie den Salat zubereiten! Denn wenn die Dinger schon nicht schmecken, wird das Salat-Ergebnis auch eher enttäuschend sein.

Die Tomaten in dünne Scheiben schneiden, die ganz kleinen halbieren. Den Portulak waschen und bei Bedarf etwas klein zupfen, sodass man die Stängel halbwegs in den Mund bekommt. Beide Gemüse in einer großen Schüssel platzieren, mit dem Fenchelöl, Zitronensaft sowie Salz bedecken und alles gründlich vermengen, probieren und je nach Geschmack nachsalzen oder mehr Öl/Zitrone hinzufügen. Wer Zitrusaromen liebt, kann auch etwas abgeriebene Zitronenschale mit dazugeben. 

Wenn es Ihnen schmeckt, den Salat in eine Servierschale füllen. Den langen roten Pfeffer mit dem Messer grob zerhacken und über das Gericht geben. 

Ann-Sophie Raemisch
Ann-Sophie Raemisch ist gelernte Köchin und teilt die Werte des Nobelhart & Schmutzig im Bezug auf Lebensmittel, Produzent*innennähe und Essen als großes Ganzes. Die letzten zwei Jahre verbrachte sie als Sous Chefin im Kin Dee in Berlin und vertreibt sich jetzt freischaffend in diversen Gebieten, die mit Kochen und Gastronomie zu tun haben. Micha Schäfer sagt: „Ann-Sophie lebt die Qualitätsstandards mit denen wir kochen, hat aber ihre eigene Handschrift und ist eine Person, die etwas zu sagen hat.”